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15.12.2025

Wellbeing heißt sich Wohlfühlen

Wusstet ihr das schon?

in Skandinavien, Kanada, Estland oder Neuseeland - in diesen Ländern, die Pisa-mäßig quer durch alle Fächer und Altersgruppen ganz vorne mitmischen, ist Wellbeing nicht nur ein theoretisches Konzept, sondern Teil des Schulalttags. Wellbeing bedeutet Wohlbefinden.

Umfrageergebnisse zeigen – Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht es vom Gemüt her nicht so gut – kein Wunder, dass sie auch bei Pisa nicht gut abschneiden.

Dabei geht es auch anders, wenn nämlich das Wohlergehen im Vordergrund steht und nicht nur das Leistungsdenken. Da überrascht es auch nicht, dass die kognitiven Leistungen signifikant besser werden, wenn die Kinder entspannter und zufriedener sind. Jeder Mensch weiß, wie gut ein ausgeschlafenes, nicht hungriges, wenig abgelenktes Gehirn denken kann.

Wir haben den Kindern gut zugehört. Wir frühstücken in Ruhe und haben für viel mehr Bewegungsanlässe gesorgt. Wir haben umfangreiches Beschäftigungsmaterial und Leseecken in allen Klassenzimmern. In allen Klassenstufen arbeiten wir an dem Thema Resilienz des Einzelnen und Stärkung der Gemeinschaft.

Kindern, denen es zu laut ist, können sich mit Kopfhörern beruhigen oder einen stillen Ort suchen. Und da sind wir auch schon beim Thema: das Örtchen! Denn eines der ewigen Themen, bei welchem sich die Kinder sich nicht gut fühlen, waren und sind die Toiletten.

Kalt, lieblos, stinkig, eben pragmatisch – und leider auch oft sehr verschmutzt durch uns selbst.

Gemeinsam mit dem Kinderrat und der Stadt Heidenau haben wir ein kleines Wellbeing-Projekt gestartet. Hintergedanke war auch: „was man schön findet, verunreinigt man nicht lieblos“.

Zuerst tauchten wie von Wunderhand kleine Pflanzen und Duftbehälter auf. Danach wurden die Wände verziert, ein Wichtel brachte LED Licht an, welches bunt wechselt und der Höhepunkt: eine Geräuschbox macht fröhliche Waldgeräusche. Wenn man mucksmäuschenstill stehen kann und der Bewegungsmelder das helle Licht ausgehen lässt, dann kann man alles auf sich wirken lassen.

Fast allen Kindern gefiel das Ergebnis sehr.

Leider müssen wir feststellen, dass sowohl unserem kleinen Monster, als auch dem Erdmännchen nach wenigen Tagen schon Teile abgerissen wurden. Das ist sehr traurig, wir bleiben dennoch optimistisch und gehen weitere Wellbeing-Projekte an – Ideen haben wir viele.

An unserer Schule wollen wir uns nämlich wohlfühlen! Alle gemeinsam.

J. Lubonski im Namen des Kinderrates der Astrid-Lindgren-Grundschule Heidenau